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Eurasier vom Lagerfeuer | A-Wurf

Der A-Wurf vom Lagerfeuer stellt sich vor

Am 20. Januar 2026 lernten sich Ilvi und Teddy, ein stürmischer und zugleich liebevoller, schwarzer Rüde mit Abzeichen, der seinen Namen zurecht trägt, kennen. Obwohl sie nur 20 Minuten voneinander entfernt wohnen, hatten sie sich noch nie zuvor getroffen. Sie fanden sich sympathisch und haben ein bisschen geflirtet, sozusagen ein Fastnachtsflirt. Drei Tage später dann, hat es gefunkt. Der A-Wurf machte sich auf seinen Weg zunächst noch als winzige Samen- und Eizellen. Eine lange Zeit voll Warten und Hoffen begann.
Endlich kam der Ultraschall-Termin. Es waren fünf schlagende Herzen zu sehen. Die Vorfreude wuchs. Wir begannen mit den Vorbereitungen und bauten fleißig an der Wurfbox. Die freundlichen Nachbarn brachten ihre ausgemusterte Bettwäsche vorbei. Ilvi wurde immer birnenförmiger, spazieren gehen, rennen und spielen fiel ihr zunehmend schwerer.

Teddy und IlviEin Korb voll Glück

Am 24. März 2026 war es dann soweit. Zur Mittagszeit erblickten die ersten beiden Welpen des A-Wurfs das Licht der Welt, zwei kleine Mädchen. Ilvi machte sich hervorragend als Mutter. Instinktsicher nabelte sie die Babys ab, versorgte und säugte sie. Unsere Tochter kam gerade aus der Schule und konnte erleben, wie auch der dritte Welpe geboren wurde, ein kleiner Junge.
Jetzt wurde das Ganze dramatischer, als uns allen lieb war. Der vierte Welpe hatte eine Schädelmisbildung und war leider nicht lebensfähig. Dieser arme kleine Kerl versperrte den Weg für seine beiden Brüder, die noch darauf warteten, geboren zu werden. So musste am Abend ein Kaiserschnitt gemacht werden.
Zum Glück haben die Mutter und die fünf gesunden Welpen alles gut überstanden. Um Mitternacht lagen erschöpft, aber glücklich die ganze Hundefamilie wieder in der Wurfbox und die Menschenfamilie in ihrem Bett.

Der Alltag der Welpen bestand zunächst aus Trinken, Schlafen sowie übereinander robben und lautstark Schreien, falls sie gerade nicht Trinken oder Schlafen konnten. Nach etwa zwei Wochen dann passierte dann auf einmal ganz viel: die Augen und Ohren öffneten sich, die Welpen lernten Laufen auf allen Vieren und ihre Welt wuchs. Erstmal raus aus der Wufbox, dann aus der Küche und schießlich ab in den Garten. Und jetzt durften alle vorbei kommen, die Zwerge kennenzulernen, unsere Familie, unsere Freunde, Kollegen, Nachbarn und der Kindergarten von nebenan. Wir hatten immer ein volles Haus. Und dann durften auch wir noch neue Menschen kennenlernen, die Interessenten für unsere Welpen. Mit vier Wochen bekommen die Kleinen ihre erste feste Nahrung und jetzt wachsen sie - unglaublich aber wahr - noch ein bisschen schneller. Bald entwickelt jeder Welpe seinen ganz eigenen Charakter und spielerisch lernen sie die Welt kennen. Ob auf dem Wackelbrett, im Sandkasten oder vor dem Fernseher, überall wurde gebalgt und getobt. Aber die Welpen schliefen auch viel, schließlich brauchen sie Zeit all die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Mit sechs Wochen sind die Kleinen das erste Mal Spazieren gegangen. Sie lernten Straßenverkehr, Züge, andere Tiere, neue Menschen und viele verschiedene Hunde kennen. Wir waren in Stadt und Wald unterwegs, zu Besuch bei den Pferden und im Seniorenstift. Die Ohren stellten sich auf und plötzlich waren aus den hilflosen, hamstergroßen Fellknäulen kleine Hunde geworden, die Augen wach und neugierig.